Technik, Sicherheit und Organisation: Exkursion des Wirtschafts-Leistungskurses zu Aumovio

Am Donnerstag, den 13. November, besuchte der Kurs im Leistungsfach Wirtschaft und Recht in der Q12 das Unternehmen Aumovio in Regensburg. Die Exkursion wurde von den Schülerinnen und Schülern selbstständig geplant und organisiert. Durch strukturierte Gruppenarbeit, klare Absprachen und die koordinierende Unterstützung von Herrn Maierhofer konnten alle notwendigen Vorbereitungen erfolgreich umgesetzt werden.

Die Anreise erfolgte nach der Mittagspause mit dem Bus. Vor Ort wurden wir vom Veranstalter „Stadtmaus“ empfangen, deren fachkundige und freundliche Werkführer die Besichtigung begleiteten. Da die im Werk gefertigten elektronischen Bauteile äußerst empfindlich gegenüber elektrostatischen Entladungen sind, trugen alle Teilnehmenden während der gesamten Führung Erdungskittel. Zudem wurde zu Beginn ein Strauntest durchgeführt, der die elektrische Leitfähigkeit überprüft.

Im Rahmen einer einführenden Präsentation erhielten wir einen Überblick über die in Regensburg produzierten Komponenten. Dazu zählen unter anderem Bauteile für den Scania S8, Fußgängerschutzsensoren, Drucksensoren, verschiedene Leiterplatten sowie MFST-Module. Anschließend begann die Werksführung, für die wir in mehrere Gruppen aufgeteilt wurden.

Ein erster Schwerpunkt lag auf der Fertigung moderner Leiterplatten. Viele Arbeitsschritte sind heutzutage vollständig automatisiert. Besonders eindrucksvoll waren die Automated Guided Vehicles (AGV): selbstständig fahrende Transportroboter, die mithilfe von Sensoren, Kameras und KI-gestützten Algorithmen Materialbewegungen innerhalb des Werks übernehmen. Einige dieser Fahrzeuge tragen humorvolle Namen wie „Terminator“, was einen interessanten Kontrast zur hochpräzisen Technik darstellt.

Darüber hinaus erfuhren wir, dass jedes produzierte Bauteil über einen oder mehrere QR-Codes verfügt, um eine lückenlose Rückverfolgbarkeit sicherzustellen. Moderne Prüfrechner erkennen Fehler auf Leiterplatten automatisch und korrigieren sie, falls möglich. Bei einer täglichen Produktionsmenge von rund 500.000 Teilen liegt die Fehlerrate bei lediglich drei fehlerhaften Teilen pro einer Million, was eine außergewöhnlich hohe Qualitätsnorm verdeutlicht.

Zum Schutz der Mitarbeitenden und zur Gewährleistung fehlerfreier Abläufe kommen zudem Roboterarme zum Einsatz. Auffällig war die hohe Geräuschkulisse in der Produktionshalle, die unter anderem auf die thermischen Prozesse in den Öfen – starkes Erhitzen und schnelles Abkühlen der Leiterplatten – zurückzuführen ist.

Der Besuch bot insgesamt einen vertieften Einblick in die hochautomatisierten, sicherheitsorientierten und technisch anspruchsvollen Produktionsabläufe bei Aumovio. Besonders hervorzuheben sind der intensive Einsatz moderner Technologien, die umfassenden Sicherheitsmaßnahmen sowie das beeindruckende Produktionsvolumen.

Am späten Nachmittag kehrte der Kurs zum Regental-Gymnasium zurück.

Verfasst von Leon Brückl und Marcell Márton

Image