Exkursion zum Geozentrum KTB – Ein spannender Blick in die Tiefen der Erde

Am 30. Juni 2025 unternahmen alle Geographie-Kurse der Q12 des Gymnasiums – beide Grundkurse sowie der Leistungskurs – eine spannende Exkursion zum Geozentrum KTB (Kontinentales Tiefbohrprogramm) in Windischeschenbach. Gleich zu Schulbeginn ging es mit dem Bus los. Nach etwa 1 Stunde und 15 Minuten Fahrt erreichten wir das Gelände des Geozentrums. Vor Ort wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, um verschiedene Programmpunkte zu erleben – mit anschließendem Wechsel, sodass jede Gruppe beide Stationen durchlaufen konnte.

Gruppe 1: Gruppenarbeit mit Dr. Frank Holzförster

Die erste Gruppe wurde von Dr. Frank Holzförster, dem wissenschaftlichen Leiter der Einrichtung, betreut. Er begeisterte uns nicht nur mit seinem Fachwissen zur globalen Plattentektonik, sondern auch mit seinen persönlichen Erfahrungen. Besonders spannend war, wie er von seinem abwechslungsreichen Studium berichtete – Reisen in alle Teile der Welt inklusive. Im Zentrum des Workshops stand eine interaktive Gruppenarbeit zur Plattentektonik. Highlight war dabei das tafelgroße Tektonik-Puzzle (siehe Bild), mit dem wir die Bewegungen der Erdplatten anschaulich nachvollziehen konnten. Jede Gruppe erarbeitete ein Thema und stellte anschließend ihren Schwerpunkt vor – von Erdbebenaktivität bis hin zu Hotspots im Erdmantel.

Gruppe 2: Museumsführung mit Herr Uhl

Die zweite Gruppe besuchte in der Zwischenzeit das KTB-Museum. Herr Uhl, ein äußerst sympathischer und engagierter Mitarbeiter, führte uns durch die Ausstellung. Dabei ging es nicht nur um Plattentektonik, sondern auch um die technische Umsetzung des Bohrprogramms und innovative Themen wie Erdwärme. Ein besonderes Highlight war der Seismograph, der weltweit Erdbeben aufzeichnet. Herr Uhl zeigte uns beeindruckende Aufzeichnungen berühmter Ereignisse, z. B. das Sumatra Andamanen-Beben (2004), die Explosion im Hafen von Beirut (2020) oder sogar unterirdische Atombombentests in Nordkorea. Dass all diese Erschütterungen bis ins bayerische Windischeschenbach messbar sind, hat viele von uns überrascht. Für viele war jedoch der Erdbebensimulator das absolute Highlight. Dort konnten wir am eigenen Körper spüren, wie sich verschiedene Erdbeben-Magnituden anfühlen.

Wechsel der Gruppen

Nach einer ersten Runde wurden die Gruppen getauscht, sodass jeder sowohl am interaktiven Workshop mit Dr. Holzförster teilnehmen als auch das Museum mit Herrn Uhl erkunden konnte. So war es uns möglich in kleinen Gruppen jeweils intensiv über unsere Erde informiert zu werden.

Fazit

Im Museum konnten wir zudem echte Bohrkerne aus mehreren Kilometern Tiefe bestaunen und erfuhren spannende Details über die eingesetzte Technik. Ein Fun Fact zum Schluss: In etwa 7.000 Metern Tiefe steckt heute noch ein alter Bohrkopf fest, der bei einer Havarie unwiderruflich im Erdboden verloren gegangen ist.

Beim Aufbruch mussten wir uns ein wenig beeilen, damit alle rechtzeitig ihren Schulbus um 15:15 Uhr erreichten.

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten – und besonders an Dr. Holzförster und Herr Uhl für ihre spannenden Einblicke!

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