Los ging's um 12:30 in Regensburg: ein Schüleraustausch nach Thailand

Los ging's um 12:30 in Regensburg: ein Schüleraustausch nach Thailand. Nach einer schnell vergangenen Zugfahrt mit ausgiebigen Schafkopftraining ging es von Freising aus zum Münchner Flughafen.

Nach sämtlichen Passkontrollen sitzen wir endlich im Flieger nach Quatar, in dem sich die Paprika im Essen als Chilli entpuppt hat. Der Flughafen in Katar war auf dem neuesten Stand der Technik, aber nicht auf dem neuesten Stand der Wasserpreise. Denn bei der Tatsache, dass Wasser dort wertvoller als Öl ist, kam durchaus der Gedanke, sich Mal schnell einen Scheich zu angeln. Im zweiten Flug nach Bangkok hatten wir nach einem angenehmen Schlaf kaum die Augen offen, da wurde uns schon das warme Frühstück serviert und kurze Zeit später hatten wir schon wieder festen Boden unter den Füßen. Eine holprige Fahrt in Richtung Schule später wurden wir dort königlich empfangen und durften traditionelle thailändische Tänze genießen. Dem asiatischen Klischee gerecht werdend wurden erst einmal 1000 Fotos geschossen und anschließend ging es auf zu den Gastfamilien. Der Weg zur Schule am nächsten Tag gestaltete sich für manche durchaus interessant, mit dem Roller durch die überfüllten Straßen und Staus von Bangkok. I

n der Jungenschule angekommen wurden wir dann nach einigen verplanten Versuchen des Zusammenfindens zwischen den Jungen in einen Bus gesteckt und sind zur Mädchenschule gefahren, wo wir die wichtigsten Wörter und Sätze in Thai gelernt haben. Dabei haben es sich die Lehrer nicht nehmen lassen, den Unterricht für Komplimente ihrerseits wie "bin ich hübsch?" auszunutzen. Eine Flut von Nudelsuppe mit Hühnchen später sind uns die traditionellen thailändischen Instrumente beigebracht worden, was viel Spaß gemacht hat. Der restliche Tag bestand aus Shopping, noch mehr Essen und weiteren Fotos. Am Dienstag waren wir "gelbe Hunde" mit unserer Schuluniform unter all den 2500 Schülerinnen der Mädchenschule in einheitlichem flieder-blau. Wir stellten uns vor versammelter Schule vor und bekamen bei manchen Personen wildes, aufgeregtes Geschreie als Antwort.

Den restlichen Tag verfolgten uns die Blicke, ein Zurückwinkeln wurde mit halben Ohnmachtsanfällen erwiedert und das Thai wurde auch weiter verbessert. Ein Spezialprogramm bekamen wir am Nachmittag zu spüren: Thaiboxen. Nach einer Einführung in die Tradition wurden uns Grundschläge beigebracht und schließlich lieferten sich Yannick und Julian einen Schlagabtausch, der in sozialen Medien (Instagram) von den Thailändern fleißig geteilt wurde. Aber auch die anderen Personen blieben nicht unkommentiert. So tauchten Videos vom Training gewisser Schüler mit dem Untertitel "süüüß" auf und wir wurden von circa 200 Schülern durchgehend angefeuert.

Simon Bruckmüller