Das Regental-Gymnasium ist UNESCO-Projektschule

Schülerinnen, Schüler und Schulleitung mit Verena Kuich bei der Übergabe der Urkunde in der Aula

Verena Kuich (3. v. l.) übergab die Auszeichnung.

Das Regental-Gymnasium Nittenau gehört jetzt offiziell zum Netzwerk der UNESCO-Projektschulen. Am 18. Juni 2026 überreichte Verena Kuich, Landeskoordinatorin der UNESCO-Projektschulen, in einer Feierstunde die Urkunde — der Schlusspunkt eines Weges, der sich über mehrere Jahre gezogen hat.

Kein Titel, den man beantragt

UNESCO-Projektschule wird man nicht durch einen Antrag und einen Bescheid. Schulen arbeiten zunächst über einen längeren Zeitraum im Netzwerk mit, zeigen in dieser Zeit, dass die Themen der UNESCO nicht nur auf dem Papier stehen, und werden erst danach anerkannt. Genau das liegt hinter uns: Jahre, in denen aus einzelnen Projekten eine Haltung geworden ist, die den Schulalltag prägt.

Worum es im Netzwerk geht

Die UNESCO-Projektschulen arbeiten weltweit an denselben Leitthemen: Menschenrechte und Demokratie, interkulturelles Lernen, Frieden, Umwelt und nachhaltige Entwicklung sowie globale Gerechtigkeit. Rund 300 Schulen in Deutschland gehören dazu.

Für uns ist das keine neue Ausrichtung, sondern die Beschreibung dessen, was ohnehin läuft. Beim Spendenlauf mit Viva con Agua haben unsere Schülerinnen und Schüler 18.401,29 Euro für einen Trinkwasserbrunnen am Rainbow House of Hope in Uganda erlaufen — der Brunnen sprudelt seit diesem Frühjahr. Als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage haben wir uns außerdem verpflichtet, dort einzuschreiten, wo die Würde anderer verletzt wird. Nachzulesen ist das in unserem Leitbild.

Was sich jetzt ändert

Der Titel ist kein Abschluss, sondern eine Verpflichtung: Anerkannte Projektschulen berichten regelmäßig über ihre Arbeit und beteiligen sich am Austausch im Netzwerk — bundesweit und international. Für unsere Schülerinnen und Schüler öffnet das Türen zu gemeinsamen Projekten, Begegnungen und Fahrten weit über Nittenau hinaus.

Dass die Urkunde von der Landeskoordination persönlich überbracht wurde, ist dabei mehr als eine Formalie: Sie bestätigt, dass die Arbeit an unserer Schule auch außerhalb Nittenaus wahrgenommen wird.

Wir danken allen, die diesen Weg über die Jahre mitgegangen sind — den Lehrkräften, die Projekte angestoßen und durchgehalten haben, den Eltern, die mitgetragen haben, und vor allem den Schülerinnen und Schülern, ohne deren Einsatz es diese Auszeichnung nicht gäbe.