Lake Zurich, USA

Ein High School Aufenthalt in Amerika

Für Viele ist es ein Traum, ein Jahr lang in den USA zur Schule gehen zu dürfen, ein Traum, der für einige Schülerinnen und Schüler des RTG bereits Wirklichkeit wurde. Bevor es jedoch soweit ist, sind einige Hürden zu nehmen.

Es gibt sowohl in Deutschland als auch in den USA Vermittlungsorganisationen, die dabei behilflich sind, die passende Schule und auch Gastfamilie zu finden, leider ist dies mit erheblichen Kosten verbunden, im Durchschnitt 7.000 Euro.

In Nittenau sind wir in der glücklichen Lage mit dem Städtepartnerschaftsverein (Sister-Cities-International) eine Organisation zu haben, die einen Schüleraustausch wesentlich günstiger ermöglicht. Die vermittelnde Organisation ist allerdings nicht der Verein sondern ACES (American Cultural Exchange Service). Diese Organisation arbeitet mit unserem Verbindungslehrer an der Lake Zurich High School, Herrn Andrew Ziarnik, eng zusammen.

Schülerinnen und Schüler, die an einem Austausch interessiert sind, erklären sich bereit, selbst jemanden aus Lake Zurich für maximal ein Jahr bei sich aufzunehmen. Sie müssen umfangreiche Anmelde- und Auskunftspapiere ausfüllen und einen, für unsere Schüler relativ einfachen, Sprachtest bestehen. Dann wird Herr Ziarnik sich auf die Suche nach einer passenden Gastfamilie machen, was sich nicht immer als einfach erweist.

Eine weitere Hürde ist, das erforderliche Formular DS-2019 für ein so genanntes J-Visum zu erhalten; für Lake Zurich übernimmt das die Organisation ACES.

Falls ein Gastschüler in einer verwandten Familie wohnen möchte, muss der High School Aufenthalt mit einem I-20 für ein F-Visum beantragt werden. Nicht jede Schule ist berechtigt dieses Formular auszustellen, deshalb sind es fast ausschließlich Privatschulen, die dieses Formblatt vermitteln, und dann natürlich Schulgeld verlangen.

Bewerben für dieses Auslandsjahr kann sich jedes Mitglied des RTG, dessen Leistungen mindestens befriedigend sind, denn es nicht einfach, dem Unterricht in der High School, gewöhnlich in der 10. Klasse, in allen Fächern zu folgen. Kommt man dann nach Deutschland zurück, kann man auf Probe in die Q 11 vorrücken, muss allerdings in den Fächern, die man in den USA nicht belegt hat (z. B. Latein), und in Fächern, die man nach der 10. Klasse ablegen möchte, eine Feststellungsprüfung ablegen. Die genauen Bedingungen sind im Einzelfall zu klären. Es empfiehlt sich, nach der 9. oder 10. Jahrgangsstufe dieses Auslandsjahr anzutreten.

Alle, die dieses Jahr gemeistert haben, waren begeistert von den neuen Erlebnissen und für Ines Pfab, die das Schuljahr 2010/11 in Lake Zurich verbringen durfte, war es sogar „das wahrscheinlich bisher beste Jahr“ ihres Lebens.

Wichtigster Ansprechpartner für alle Fragen ist das Amerikahaus in München mit folgender Adresse:

 

Bayerisch-Amerikanisches Zentrum

Im Amerika Haus München e. V.

Austausch und Bildung

Karolinenplatz 3

80333 München

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.amerikahaus.de/austausch.html

www.facebook.com/amerikahaus

 

OStRin Helga Hirschberger

 

 

Besuch aus den USA

Während am vergangenen Donnerstag eine Freundschaft einer englischsprachigen Nation mit Deutschland geschwächt wurde, so wurde eine andere umso mehr gestärkt.

Die Verbindung zwischen Nittenau und Lake Zurich im US-Bundesstaat Illinois besteht nunmehr seit über 17 Jahren, und vergangene Woche freute man sich auf deutscher Seite, den Gast aus den USA einmal mehr in der Oberpfalz begrüßen zu dürfen. Der Austausch Nittenaus mit seiner amerikanischen Partnerstadt findet vor allem auf schulischer Ebene statt: regelmäßig entscheiden sich Schülerinnen und Schüler der 9. oder 10. Klasse des Regental-Gymnasiums für einen einjährigen Aufenthalt in den USA. Dort leben sie in Gastfamilien und besuchen die Lake Zurich High School. Mit sehr guten Englischkenntnissen und einem guten Stück Lebenserfahrung kommen die Jugendlichen dann in ihre Heimat zurück. Bisher hat niemand diese Erfahrung bereut. Doch auch auf außerschulischem Niveau möchten beide Städte die Partnerschaft weiter ausbauen. „Die Bereitschaft dafür ist beidseitig gegeben, und wir freuen uns, dass die Amerikaner hier sind“, so Julius Schmatz, ehemaliger Bürgermeister Nittenaus und Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaften. Vor zwei Jahren war eine Gruppe von etwa 40 Nittenauern in Lake Zurich zu Gast, heuer kamen 16 Gäste aus der „Sister City“ für einige Tage nach Bayern, darunter elf Schülerinnen und Schüler, zwei Mütter und vier Lehrkräfte der High School und der Middle School.


Am Tag der Ankunft wurde man am RTG mit einem Sommerkonzert begrüßt, untergebracht waren die Schülerinnen und Schüler bei Gastfamilien. „Die Gastfreundschaft Nittenaus ist berühmt unter Kennern“, schwärmte Andy Ziarnik, Mitglied des German Departments der High School und Ansprechpartner des Schüleraustauschs, in perfektem Deutsch. Die Organisation auf deutscher Seite liegt seit Jahren in den fähigen Händen von Frau StD Helga Hirschberger, Englisch- und Geographielehrerin am Regental-Gymnasium. Sie freute sich, dass alles geklappt hatte und der Besuch den Aufenthalt genoss.


Während die amerikanischen Jugendlichen am nächsten Tag im Unterricht ihrer Partnerschule hospitierten, freuten sich die erwachsenen Gäste über eine Einladung beim Bürgermeister der Stadt Nittenau und anschließendem Stadtrundgang und Besichtigung des Stadtmuseums. Kaiserwetter hatten die Amerikaner mitgebracht, als Karl Bley sie im Rathaus herzlich empfing. Ebenso waren Vertreter des Fördervereins der Städtepartnerschaften und Vertreter des Gymnasiums gekommen. Der Förderverein des RTG und der Elternbeirat unter Vorsitz von Herrn Gerhard Jutz hatten den Aufenthalt der Amerikaner ebenso wie der Förderverein der Städtepartnerschaften und die Stadt Nittenau finanziell bezuschusst. Nach einem interessanten Rundgang durch das Rathaus tauschte man sich bei einem traditionellen bayerischen Weißwurst-Frühstück über die kulturellen Tätigkeiten der beiden Städte aus.  Auch die Frage, wo eigentlich der Weißwurst-Äquator verläuft, wurde den interessierten Gästen ebenso beantwortet wie die nach den schulischen und kulturellen Einrichtungen Nittenaus. In einer Foto-Vorführung stellte Karl Bley die Stadtgeschichte, die Entwicklung und Umgebung der Stadt vor. Im Zuge dessen wurde von amerikanischer Seite berichtet, welche Gemeinsamkeiten zum etwa 17.000 Einwohner großen Lake Zurich bestehen und worin die Unterschiede liegen. Eines wurde aber während des Gesprächs durchwegs klar: das ist eine Freundschaft mit Zukunft, man ist gegenseitig sehr interessiert am Anderen und möchte die bestehenden Verbindungen festigen. Eine geeignete Gelegenheit bietet sich möglicherweise zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft an – für 2018 ist wieder eine Reise nach Illinois für die interessierte Nittenauer Bevölkerung geplant. Symbolisch für die Verbundenheit zu Bayern überreichte Julius Schmatz Andy Ziarnik eine Bildcollage mit Eindrücken von Nittenau, der Ziarnik einen Ehrenplatz in der Stadtbibliothek von Lake Zurich versprach. Der Partnerschaft der beiden Städte scheint eine positive Zukunft bevorzustehen!


 

 

Ein Brief aus den USA:

"Unsere Jungs in Amerika"

Nachrichten über Daniel Jutz und Yannik Schauer, die ein Schuljahr an der "Lake Zurich Highschool" verbringen dürfen - gesendet von ihrem Betreuungslehrer Andrew Ziarnik, der sich über einen postalischen Gruß aus "Good Old Germany" von RTG-Lehrerin Helga Hirschberger freute...

"Hallo Helga!
Ich wollte nur Dankeschön sagen für das Päckchen, das du neulich gesandt hast! Ich wusste nicht, das das RTG seinen eigenen Pulli und T-Shirts macht. Schick!
Inzwischen verläuft alles gut bei Daniel und Yannik, glaube ich! Sie scheinen ihren Gastfamilien gut zu passen (und umgekehrt), und beide haben bisher nicht allzuviel Heimweh gehabt.  Ich glaube, beide genießen ihre Zeit an der LZHS! Und es freut uns natürlich, sie hier zu haben.
Die Jungs haben auch einen sehr kalten und starken Winter miterlebt: Oft ist das Thermometer bis auf -15°C gefallen, und ein paarmal sogar bis auf -23°C. Schon viermal hatten wir wegen der Kälte schulfrei! Und wir haben seit Jahren nicht so viel Schnee gehabt. Fast 2 Meter sind bisher gefallen...
Auf Wiederschreiben!
Andy"