Coaching-Projekt Schulverpflegung

Mohnschnecke oder Apfel? Eistee oder Wasser? Pizzabreze oder Vollkornsemmel? Vor diesen Entscheidungen stehen täglich tausende Schüler während eines langen Schultages. So auch die Schülerinnen und Schüler des Regental-Gymnasiums.

Es fällt natürlich schwer, immer die gesunde Alternative zu wählen, vor allem, wenn man sich gar nicht so sicher ist, was diese denn eigentlich ist. Um Aufklärung auf diesem wichtigen Gebiet des Schulalltags unserer Kinder zu schaffen, wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ein Coaching-Projekt zur Schulverpflegung ins Leben gerufen, das die Mittags- und Pausenverpflegung an Schulen gesundheitsförderlicher, schmackhafter und von den Konsumenten akzeptierter machen soll. Während eines Schuljahres kommen dazu immer wieder Fachkräfte aus dem Ernährungsbereich an Bewerberschulen, um in einem Essensgremium, bestehend aus Vertretern der Schulleitung, des Lehrerkollegiums, der Schülerschaft und der Eltern, an Ideen zu arbeiten, den Schülerinnen und Schülern gesunde Ernährung bewusst zu machen und diese im Rahmen der Möglichkeiten der Schule anzubieten.


Im Schuljahr 2015/16 nahm das RTG an diesem Coaching-Projekt, das meist Grund- und Mittelschulen durchführen, erfolgreich teil. Gemeinsam mit Frau Christina Betz von der Vernetzungsstelle Oberpfalz arbeitete man in Coaching-Phasen an der Bewusstmachung der Schulsnacks und an der praktischen Umsetzung der Ideen, die das Gremium erarbeitete. Am Ende dieser Arbeitsphase wurde das RTG mit einer Teilnehmer-Urkunde belohnt. Betz lobte nicht nur die hohe Motivation, die vor allem die Schülervertreter und das Hausmeisterehepaar  mitbrachten, sondern auch die unkomplizierte Herangehensweise und die Akzeptanz der Schülerinnen und Schüler, auch wenn noch einige Pläne in die Praxis umgesetzt werden müssen. „Es wurde auf jeden Fall eine große Grundlage geschaffen, die Schule ist auf einem sehr guten Weg“, so Betz. Denn letztendlich können die Ziele noch so hoch gesteckt sein – wenn das Konzept von den Hauptkonsumenten, den Kindern und Jugendlichen, nicht akzeptiert wird, führt das Projekt nicht zum Erfolg. Schon jetzt wünschen sich alle beispielsweise mehr Rohkost am Pausenstand. Ein Wunsch, der im nächsten Schuljahr bestimmt in Erfüllung geht.

Anna Steger