Exkursion zum BMW- Werk Regensburg

Am Montag, den 4. Juli 2016, besuchten die drei Klassen des Wirtschaftszweigs (10a, 9a/c, 8a/c) zusammen mit ihrem Wirtschaftslehrer Herrn Maierhofer das BMW-Werk in Regensburg.

Die Werksführung begann mit einer Sicherheitseinweisung, bei der z.B. Schutzbrillen verteilt wurden. Danach besichtigten die Klassen den Karosseriebau, dessen Hauptaufgabe es ist, das Grundgerüst des Autos in mehreren Fertigungsabläufen zusammenzusetzen, was zu 98% von Robotern erledigt wird. Anschließend wird es im sogenannten Streichelzoo von Angestellten geprüft, um Produktionsfehler zu vermeiden.


Während die Gruppen zur nächsten Station gingen, wurden die Autos durch Tunnel automatisch in die Lackiererei transportiert. Dort wird das Auto in mehreren Schichten lackiert, die jeweils eine andere Funktion besitzen. Nach einer Grundreinigung der Rohkarosserie folgt die Kathodische Tauchlackierung (KTL); anschließend wird der Füllerlack aufgetragen. Die dritte Lackschicht ist der Decklack, der die Wunschfarbe des Kunden zeigt. Der letzte Schritt ist das Auftragen des Klarlacks auf der Fahrzeugoberfläche, der eine Schutzfunktion besitzt. Neu sind sogenannte Frozen-Lackierungen. Diese Mattlackierungen sind zurzeit stark nachgefragt.

In der Montage liegt der Automatisierungsgrad nur bei 5%, was heißt, dass in dieser Abteilung vor allem Mitarbeiter tätig sind. Die einzelnen Teile werden von verschiedenen Lieferanten nach den zwei Prinzipien „Just -in- time“ und „Just -in- sequenz“ pünktlich und in der richtigen Reihenfolge geliefert. Die Mitarbeiter montieren mithilfe von Maschinen die noch fehlenden Teile, wie z.B. Getriebe, Türen und Sitze. In der Endmontage kommt es zum Höhepunkt, der sogenannten „Hochzeit“, wobei Motor, Fahrwerk und Antriebsstrang mit der Karosserie automatisch verbunden und verschraubt werden. Bevor das Auto das Werk verlässt, was alle 57 Sekunden passiert, wird es noch einmal vollständig auf Fehler geprüft.

Nach einem interessanten Tag mit vielen Einblicken in die Produktionsabläufe der Automobilindustrie konnten sich die Schüler abschließend noch mit Getränken erfrischen, bevor die Heimreise angetreten wurde.

 

Sabrina Kerscher, Linda Sattler 10a