Schullandheim Benediktbeuern

Während Teile des unter ihnen liegenden Alpenvorlands noch im Nebel liegen, lassen sich die Sechstklässler des Nittenauer Regental-Gymnasiums, die soeben den Gipfel des 1731 Meter hohen Herzogstands erklommen und nun ihr wohlverdientes Pausenbrot ausgepackt haben, die vom wolkenlosen Himmel strahlende Sonne ins gut gelaunte Gesicht scheinen. Der Ausblick ist grandios. Kochel- und Walchensee liegen direkt unterhalb, weiter entfernt gibt der nun immer weiter zurückweichende Nebel den Blick frei auf Murnau am Staffelsee, den Hohen Peißenberg, Weilheim, den Starnberger See und – an den markanten Türmen der Basilika St. Benedikt deutlich zu erkennen – auf das Kloster Benediktbeuern.

Dort, genauer gesagt in der im Kloster integrierten Don-Bosco-Jugendherberge, haben sich zu Beginn des neuen Schuljahres die 64 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen des RTG und ihre fünf begleitenden Lehrkräfte für eine Schulwoche eingefunden, um den schulischen Alltag gegen ein abwechslungsreiches erlebnispädagogisches Programm einzutauschen.

Nachdem sich die Jugendlichen am ersten Tag ins nahe am Kloster gelegene Moor begeben und hierbei u.a. einen Barfußpfad erkundet sowie eine kurze Floßfahrt unternommen haben, stellt der am Dienstag unternommene Ausflug auf den Herzogstand zweifelsfrei einen der Höhepunkte des Aufenthalts dar.

Nicht weniger aufregend gestaltet sich der weitere Wochenverlauf: Am Mittwoch steht eine Kanu-Tour auf dem Kochelsee sowie ein Spaziergang zum Walchenseekraftwerk auf dem Programm. Probleme bereitet der sportlichen Gruppe hierbei weniger die schweißtreibende Bedienung der Kanu-Boote, sondern vielmehr die abermals herunterbrennende Sonne, sodass die Anweisung der Lehrkräfte lautet: „Unbedingt eincremen!“ Am Donnerstag ist es mit dem schönen Wetter allerdings vorbei; Wolken und Regenschauer begleiten die Schülerinnen und Schüler bei ihren Ausflügen in die Höllental- bzw. die Partnachklamm. Ihre gute Laune lassen sich die Jugendlichen hiervon jedoch keineswegs verderben, zumal am Abend Disco auf dem Programm steht, die aufgrund der Tatsache, dass man sich beim DJ „seinen“ Song wünschen darf, ebenfalls ein voller Erfolg wird. Überhaupt wissen die Jugendlichen die zahlreichen Angebote der Jugendherberge wie Fußball- und Beachvolleyballplatz, Billardtische, Bar, große Aufenthaltsräume u.Ä. gewinnbringend zu nutzen und sich somit die abendliche Freizeit entsprechend zu versüßen.

Schließlich ist Freitag – Tag der Abreise. Dass Wehmut aufkommt, kann man nicht behaupten; dazu freuen sich die Schülerinnen und Schüler, die am Vormittag noch einen Ausflug ins Erlebnisbad „Trimini“ in Kochel am See machen, zu sehr auf Zuhause. „Aba schee“, da sind sich alle einig, „schee war’s scho!“

 

Thomas Reuschl