Tag der Vielfalt 2018

Ein hochsommerlicher Tag im Juli – meist eher ein Tag, an dem der ein oder andere seine Freizeit lieber auf der Wiese im Freibad oder an einem See verbringt, um die Hitze besser auszuhalten. Nicht so am RTG!

Am Donnerstag, den 19. Juli, wurde der diesjährige „Tag der Vielfalt“, der in Zusammenarbeit der UNESCO-AG und der SMV für alle Schülerinnen und Schüler organisiert worden ist, vom Motto Nachhaltigkeit begleitet. Unter der Berücksichtigung der Agenda 2030 fanden ab 15:30 Uhr zahlreiche Workshops in entsprechenden Unterrichtsräumen statt. Im Mittelpunkt standen vor allem Themen - aktueller denn je – wie z.B. mögliche Maßnahmen zum Klimaschutz, verantwortungsvoller Konsum und Produktion, sowie der Energiebedarf/-verbrauch. Dies wurde den Schülerinnen und Schülern mithilfe zahlreicher Workshops, die sie mehrere Wochen zuvor nach ihren eigenen Interessen wählen konnten, nähergebracht.

Von den jährlich 78 Millionen Tonnen der weltweit gebrauchten Plastikverpackungen gelangen 32% unkontrolliert in die Umwelt, wie zum Beispiel in die Meere. Mit dieser Problematik befasste sich der Workshop „Vermeidung von Plastikmüll“ der Unter- und Mittelstufe, in dem den Teilnehmern durch Gruppenarbeit deutlich gemacht wurde, wie sie selbst im alltäglichen Leben ihren Plastikverbrauch reduzieren können. Durch das Herstellen von Mülltüten aus Zeitungspapier, wurde ihnen außerdem gezeigt, welche Alternativen es zu Plastik gibt. 

Auch der Workshop „Stofftragetaschen“ sollte verdeutlichen, dass die Wiederverwendung von Taschen aus Stoff sinnvoller ist, als der Gebrauch von Einwegtüten. Beim Bedrucken und Bemalen der aus Naturmaterialien bestehenden Stofftaschen konnten die Unterstufler ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Jeder fertigte zwei Taschen an, wovon eine am darauffolgenden Sommerfest verkauft wurde und der Erlös für einen guten Zweck gespendet wird. 

Das Thema Wiederverwertung wurde auch in den Workshops „Upcycling Level 1“ und „Upcycling Level 2“ aufgegriffen. Beim Herstellen einer „Palettencouch“ lernten die Schüler, wie man aus alten Holzpaletten neue Möbelstücke, wie zum Beispiel einen Sessel oder ein Sofa, herstellen kann. Es wurden auch Stifte- und Kreidehalter aus Konservendosen für alle Klassenzimmer, sowie eine Wimpelkette aus alten Stoffresten für das anschließende Sommerfest gefertigt. 

Der „Tag der Vielfalt“ bot außerdem einen interessanten Vortrag zum Thema Ressourcennutzung und eine Gesprächsrunde mit dem Leiter des Flüchtlingsheimes Nittenau über verschiedene Fluchtursachen. Des Weiteren näherten sich Gruppen der Unter- und Mittelstufe den Themen „Kinderrechte“ und „Homophobie“. Der Workshop „Nachhaltige Speise“ der Oberstufe bereitete ein vegetarisches Chili zu, das ebenfalls anschließend am Sommerfest verkauft wurde. Ein weiterer Workshop befasste sich mit bewusster Ernährung und verschiedenen Ernährungsphilosophien. Zu Beginn wurde darüber gesprochen, worauf beim bewussten Einkaufen zu achten ist und anschließend wurden innerhalb von Gruppenarbeiten Plakate zu den verschiedenen Ernährungstypen erarbeitet. 

Auch der Schulgarten wurde an diesem Tag nicht vernachlässigt. Innerhalb des Projekts „Bienenbeet“ erbauten die Schülerinnen und Schüler ein Beet in dem im Herbst nächsten Schuljahres bienenfreundliche Pflanzen gesät werden sollen, um den Bienen ganzjährig Nahrung zur Verfügung zu stellen und somit dem Bienensterben entgegenzuwirken. Um auch anderen Insekten einen Unterschlupf und eine Nisthilfe zu gewähren, konnten die Schüler der Unterstufe Insektenhotels aus verschiedenen Materialien wie z.B. Lehm, Holz oder Bambus bauen, die später im Schulgarten aufgestellt wurden. 

Der abwechslungsreiche Nachmittag wurde von kurzen Präsentationen der Projekte und der Verleihung des Preises für den schönsten UNESCO-Tempel abgerundet.

„Nur noch kurz die Welt retten“, mit diesen Liedtextzeilen beschreibt bereits Tim Bendzko die Wichtigkeit der Sorge um die Welt, damit diese nicht unter unseren Bedürfnissen leiden muss.

Von Elisabeth Heimerl, Christina Erhardt und Melissa Klünk, Q11