Im Regental-Gymnasium ist die Welt zu Hause

Wer die Aktivitäten des Regental-Gymnasiums in der Zeitung aufmerksam verfolgt, weiß um die intensiven Auslandskontakte nach Belgien, USA, Tschechien, China und – nicht zuletzt – zum Rainbow House of Hope in Uganda.

Erstmalig folgte nun im Oktober 2018 eine siebenköpfige Schülergruppe in Begleitung von B. Vielberth-Baer und H. Hirschberger einer Einladung nach Bangkok (Thailand). Wie bereits für die Konzertreise der Big Band der Schule hatten Dres. Lek und Xaver Götzfried den Kontakt nach Thailand hergestellt und so den Austausch sowohl mit der Sainampeung- als auch der Samsenwittyalai-School ermöglicht. Die drei Mädchen und vier Jungs der Jahrgangsstufe 10 plus waren in den Familien der Austauschpartner liebevoll aufgenommen worden und konnten so das normale Leben in Thailand hautnah erfahren, mit all seinen Reizen und Widersprüchlichkeiten. Die Gruppe verbrachte viel Zeit in der Schule, die immerhin jeden Tag bereits mit der obligatorischen Morgenzeremonie – Hymne, Gebet, Verlautbarungen – startet, der eigentliche Unterricht läuft jedoch erst um 8.30 Uhr an. Für die deutschen Gäste waren spezielle Unterrichts-Stunden vorbereitet, um so die thailändische Kultur besser vermitteln zu können: Unterricht in der Landessprache, traditioneller Musik und Tanz, Thaiboxen, Kochen. Aber auch europäischer Standard-Tanz stand auf dem Programm, wenn auch nicht in der üblichen Tanzhaltung, sondern, entsprechend den Moralvorstellungen, in gebührendem Abstand. Die ersten Schultage waren dem alljährlichen zweitägigen Sportfest gewidmet, einschließlich Cheerleader-Wettbewerb; eine große Parade durch das umliegende Stadtgebiet zur Schule, mit den verschieden farbigen Schülergruppen in fantasievollen Kostümen (insgesamt über 2600 Mädchen!)  und Pauken und Trompeten höchst wirkungsvoll inszeniert, zog die Aufmerksamkeit aller Anwohner auf sich. Aber auch  touristische Attraktionen kamen nicht zu kurz; Es blieb immer noch ausreichend Zeit für Besichtigungen in Ayuttheya, der alten Königsmetropole, im Königspalast und reizvollen Tempelbezirken in Bangkok, für einen Ausflug nach Pattaya ans Meer und für einen Besuch eines botanischen Gartens, eines Museums und einem kurzen Sprung ins Meer!

Am Montag, den 29. April, trafen nun die sieben Schüler(innen) mit der Schulleiterin der Sainampeung-School und zwei Lehrerinnen zum Gegenbesuch im Regental-Gymnasium ein und wurden sogleich im Rathaus von Nittenau herzlich mit einem traditionellen Weißwurstfrühstück empfangen. Vorrangig steht natürlich auch hier der Schulbesuch im Fokus, immerhin unterscheiden sich die normalen Unterrichtsstunden in beiden Ländern schon in zwei ganz wesentlichen Punkten: Hier nutzen die Lehrkräfte kein Mikrofon und die Schüler benützen nicht pausenlos das Smartphone!

Deutsch, Geographie, Kunst und Architektur und Musik sind auf Englisch in Extrastunden geplant, um auch hier den Gästen deutsche Kultur intensiver vermitteln zu können und sie auf diese Weise auch auf die Führungen in der Altstadt von Regensburg bzw. auf den Ausflug zur Walhalla besser vorbereiten zu können. Als weitere touristische Highlights sind ein Tagesausflug an den Chiemsee, eine (beinahe schon obligatorische) Fahrt nach München, eine Führung im Freilichtmuseum Neusath-Perschen am 1. Mai mit Maibaum-Aufstellen und Blasmusik, der Besuch eines Biobauernhofes und natürlich eine Kanufahrt auf dem Regen vorbereitet.

Da die Gäste privat in Familien aufgenommen sind, werden noch weitere individuelle Unternehmungen dazukommen, für die Jugendlichen z.B. die Eröffnung der Maidult in Regensburg, für die Erwachsenen eine Wanderung in der Umgebung von Kallmünz oder auch eine Führung durch das fürstliche Schloss.

Am letzten Tag des Aufenthalts (Sonntag, 12. Mai) ist in den Gastfamilien bayrisches Kochen angesagt, anschließend werden alle Spezialitäten im Baer'schen Garten nachmittags zu einem großen gemeinsamen Büffet zusammen getragen: Käsespatzen, Fingernudeln, Leberkäse, Apfelstrudel, Bratwürstl, Kuchen, Salate … und das hoffentlich bei weiß-blauem Himmel!