Autorenlesung mit Hans-Peter Schneider – „Seppis Tagebuch“ begeistert die Jüngsten am RTG

„Atemlos, durchs Schulhaus, wir werfen alle Checker raus!“, dröhnte es am Donnerstag, den 14.03.2019 durch die Gänge des RTG.

Dies führte wohl dazu, dass sich alle, die dem Raum 4 zu nahe kamen, wunderten, ob dies eine verfrühte Einstimmung auf die kommende Volksfestsaison mit besonders textunsicheren Sängern sein soll oder ob die Musiklehrer plötzlich Helene Fischer für sich entdeckt haben und dies völlig falsch dem Chor beibrachten. Aber, nein, es war nichts davon, sondern der Gymnasiallehrer und Autor Hans-Peter Schneider, der für die fünften Klassen des RTG die Figuren seiner Comicbuchreihe „Seppis Tagebuch“ zum Leben erweckte und im Zuge dessen kurzerhand alle Zuhörer aufforderte, einen Song der „Top 5 Anti-Checker-Charts“ lauthals mitzusingen.

„Seppis Tagebuch“ ist eine Mischung aus „Greg’s Tagebuch“ auf bayrisch und Ludwig Thomas „Lausbubengeschichten“, wie Schneider selbst betonte. Seppi, ein 14-jähriger Schüler muss sich im Laufe der einzelnen Bände gegen Lehrer, den Direktor und natürlich gegen die verfeindeten „Checker“ behaupten, was ihm mit Hilfe seiner eigenen Bande „Die Chiller“ und einigen lustigen Streichen auch gelingt. Im Rahmen der zwei jeweils 90-minütigen Lesungen stellte Hans-Peter Schneider, unterstützt durch eine Power-Point –Präsentation, Szenen aus fünf der bislang erschienenen Bände vor, was er mit seinem schauspielerischen Talent gekonnt unterstützte.

Ausdrucksstarke Mimik und Gestik und die Tatsache, dass Schneider nicht nur für jede seiner Figuren eine andere Stimme parat hatte, sondern auch noch sang, rappte und das Publikum mit Fragen direkt mit einbezog und damit die Möglichkeit bot, über den Fortgang der Geschichten zu spekulieren, machte die Lesung zu einem echten Erlebnis, das selbst anfängliche Skeptiker in den Bann zog. Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, einmal einem echten Autor Fragen zu stellen. Ein Angebot, das von sehr vielen interessierten Zuhörern eifrig angenommen wurde. Als Hans-Peter Schneider den Schülerinnen und Schülern dann noch die Möglichkeit bot, für alle mitgebrachte „Seppi-Karten“ mit einem Autogramm zu versehen, konnte sich keiner mehr auf seinem Stuhl halten.

Fazit: Eine kurzweilige Lesung, wie man sie noch nicht erlebt hat und die definitiv Wiederholungswert hat!