Die Schülerinnen und Schüler des Regental-Gymnasiums ernten stehende Ovationen für ihren gelungenen Auftritt beim traditionellen Weihnachtskonzert in der Stadtpfarrkirche

Die knapp 500 Zuschauer waren am Ende des Weihnachtskonzerts restlos begeistert und spendeten den wohlverdienten Applaus an die Sängerinnen und Sänger und Instrumentalisten des Regental-Gymnasiums Nittenau.

In den zwei Stunden wurde den Gästen verschiedene Stücke von Unter-, Ober- und Schulchor, dem Blockflötenensemble, der Big Band und dem Schulorchester unter der Leitung der beiden Musiklehrer Frau Barbara Vielberth-Baer und Herrn Dr. Wolfgang Wagner geboten, die stimmungsvoll durch den Advent zu dem  bevorstehenden Weihnachtsfest geleitet haben. 

Umfangreiche Proben und Vorbereitung

Bereits Wochen vorab fanden erste Proben in verschiedenen Gruppen überwiegend an freien Nachmittagen statt. „Es ist immer wieder eine echte Herausforderung, alle Schülerinnen und Schüler, die benötigt werden, in die Proben zu bekommen. Alleine schon einen gemeinsamen Termin zu finden, erfordert Kompromisse bei einer Zahl von Aktiven von weit über 100 Schülern“ antwortete Herr Dr. Wagner auf die Frage, welche Besonderheiten es bei den Vorbereitungen gab. Da es neben den verschiedenen Chören z.B. auch noch das Orchester und die Big Band gibt, die einerseits einzeln üben, dann aber andererseits auch Stücke mit z.B. Chor und Orchesterbegleitung geübt werden müssen, muss ein enger und ausgeklügelter Probenplan ausgearbeitet und eingehalten werden. Hinzu kommt, dass viele Schülerinnen und Schüler gleichzeitig in verschiedenen Gruppen aktiv sind. „Wenn jemand erkrankt bzw. zusätzlich noch eine Schlüsselposition im Team besitzt, muss manchmal kurzfristig improvisiert werden – eine Probe muss dann auch mal mit einer stummen Dirigentin stattfinden, die eigentlich Sprechverbot hat“ meint die von einem grippalen Infekt geplagte Frau Vielberth-Baer mit einem Lächeln. „Auch die Proben mit den Schülerinnen und Schülern der Big Band an mehreren Orten war mit viel Absprache verbunden“ sagte die Leiterin der Big Band, die aus Schülerinnen und Schülern des Regental-Gymnasiums und des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums besteht.

Anfang September wurde zunächst eine Vorauswahl für das diesjährige Programm getroffen. In den anschließenden Proben hat sich dann schnell gezeigt, welche Stücke intensiver einstudiert werden mussten, da sie entweder neu oder besonders herausfordern sind. Hier war es besonders die Nussknacker-Suite von Tschaikowsky, die beispielsweise zunächst eine Stimmprobe mit einzelnen Instrumentengruppen erforderte. 

Der Konzerttag

Am Mittwochvormittag trafen sich alle aktiven Schülerinnen und Schüler zur abschließenden Generalprobe. Die Anspannung - aber auch die gleichzeitigte Vorfreude - war den Schülerinnen und Schülern deutlich anzumerken. Konzentriert wurden einzelne Stücke nochmals gemeinsam gespielt, Laufwege und Wechsel auf der Bühne abgesprochen, damit am Abend dann auch wirklich alles reibungslos klappen wird.

Bis zum Beginn um 19 Uhr füllte sich die Stadtpfarrkirche mit zahlreichen Schülern, Lehrkräften, Eltern, Freunden und interessierten Gästen – gilt das traditionelle Weihnachtskonzert des RTGs doch als vorweihnachtliches Highlight. Die Schulleiterin Frau Petra Weindl begrüßte die Gäste zu Beginn mit dem Gedicht „Weihnachten“ von Hermann Hesse und stimmte auf den stimmungsvollen Abend und das bevorstehende Weihnachtsfest ein.

Das bekannte Lied „Es ist ein Ros entsprungen“ aus dem Kölner Gesangbuch, gespielt von der Big Band der Schule, eröffnete den musikalischen Abend und erzeugte ein erstes weihnachtliches Gefühl, dass im Laufe des Abends immer intensiver wurde. Immer wieder wurde nun gewechselt zwischen den verschiedenen Gruppen: das Blockflötenensemble mit „Stille Nacht“ mit eher leisen, stimmungsvollen Tönen, der Unterstufenchor, bestehend aus Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 5-7, mit „The very best time oft the year“ von John Rutter, gefolgt von „In dulci jubilo“ von Wittenberg, kraftvoll gesungen vom gesamten Schulchor.

Eine Besonderheit bei der Auswahl der Musikstücke stellte sicherlich Tschaikowsky’s „Der Nussknacker“ dar. Die Suite, die sowohl nicht besonders einfach zu spielen ist und als auch auf den ersten Blick nicht direkt mit Weihnachten in Verbindung gebracht wird, wurde von Leiter Herrn Dr. Wagner bewusst ausgewählt, weil das Ballett in der Weihnachtszeit spielt und es ein symphonisches Werk ist, d.h. mit einem kompletten Symphonieorchester mit Streichern, Blech- und Holzbläser und Percussion aufgeführt werden kann.

Die intensive und lange Vorbereitung zahlte sich für das Schulorchester aus: fehlerfrei und mit Bravur meistersten die Musiker das Stück und überzeugten die Gäste mit Auszügen aus der Ouverture Miniature, dem Marsch und dem Blumenwalzer.

Großer Dank an alle

Den gemeinsamen und feierlichen Abschluss des Abends läutete das Lied „Transeamus“ von Joseph Ignaz Schnabel ein, das vom Schulchor und –orchester sowie ehemaligen aktiven Mitgliedern präsentiert wurde. Die Schulleiterin Frau Weindl bedankte sich vor dem letzten Lied im Namen aller Gäste und Zuhörer bei den beiden Organisatoren sowie bei alle Aktiven des Abends und lobte die sehr gute musikalische Leistung jedes einzelnen.

Einen besonderen Dank richtete sie an die Schülerinnen und Schüler des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums, die trotz längerer Anfahrt tatkräftig unterstützt haben. Mit dem Zitat „Ich werde Weihnachten in meinem Herzen ehren und versuchen, es das ganze Jahr hindurch aufzuheben“ von Charles Dickens sprach die Schulleiterin die beinahe greifbar festliche Stimmung an und lud abschließend alle Gäste ein, das bekannte Weihnachtslied „Oh du fröhliche“ gemeinsam mit allen Sängern und Instrumentalisten zu singen. Den verdienten Dank erhielten die Schülerinnen und Schüler durch ausgiebigen und langanhaltenden Beifall der Gäste, die nun gespannt auf das anstehende Weihnachtsfest schauen.