Kommunikations-Workshop am 24.10.18 - Ein Schülerbericht

Wie kommunizieren wir eigentlich?

Diese Fragen haben wir uns am Anfang unseres Workshops gestellt. Das Thema des Workshops lautete „Kommunizieren in der Schule“ und geleitet wurde er von der Schulpsychologin Frau Scharl aus Regensburg. Bei einem Spiel haben wir zunächst herausgefunden, dass Mimik und Gestik erst einmal reichen, um sich zu verständigen.

Wir besprachen anschließend, dass man jemanden erst einmal kennenlernen muss, wenn man sich mit ihm unterhalten will und ihn wirklich verstehen möchte. Dafür muss man neugierig sein und nachfragen.

Danach sollte jeder von uns Eigenschaften oder besondere Fähigkeiten von sich auf einen Pflasterstein aus Papier schreiben. Gemeinsam erstellten wir ein Plakat, auf dem ein Weg dargestellt war, der unsere Eigenschaften, aufnehmen sollte. Jeder wurde also ein Baustein des Weges. Es war ganz schön schwierig für uns, etwas Geeignetes über uns auf unser Blatt zu schreiben, denn entweder hatte man schon alles von sich erzählt oder man hatte Angst davor, dass die anderen einen auslachen oder man sich selbst überschätzt und als Angeber gilt. 

Neben den Pflastersteinen waren auch „Blümchen“ neben dem Weg wichtig. Jede Blume steht für einen Begriff, z.B. Zusammenhalt, Toleranz, Respekt oder Akzeptanz. Obwohl diese Blumen wichtig sind, verwelken sie oft, weil wir nicht auf sie aufpassen oder sie nicht pflegen. Es könnte auch sein, dass die Blumen nur aus Plastik sind, wir also nur so tun als ob wir sie gut behandeln würden.

Als nächstes mussten wir mit einem zufällig gewählten Mitschüler in Partnerarbeit ein Bild mit nur einem Stift malen, wobei das Problem war, dass beide den Stift gleichzeitig halten mussten, einer unten und einer oben. Der Obere musste also immer nachgeben, weil der untere die Führung übernahm.

Danach spielten wir eine „Pause“ nach, wobei bei manchen Schülern ein Zettel mit bestimmten Vorurteilen auf dem Rücken klebte, z.B. „trägt Kopftuch“ oder „ petzt viel“. Uns ist dabei aufgefallen, dass es komisch war mit einer solchen Person zu reden, weil man nicht wusste wie man mit ihr umgehen sollte, auch wenn sie eigentlich ganz nett war.

Dann starteten wir ein Experiment, bei dem eine Geschichte erzählt wurde, die wiederum dreimal an jemanden weiter erzählt werden sollte. Wir stellten fest, dass dabei viel Inhalt verloren ging oder etwas falsch erzählt wurde. Dass etwas unvollständig oder falsch weitergegeben wird, passiert auch oft unter Schulfreunden, wodurch Streit oder Gerüchte entstehen können.  

Bei unserem letzten Spiel kämpften zwei Mitschüler mit Softbällen gegeneinander und wurden dabei abwechselnd angefeuert. Der, der gerade nicht angefeuert wurde, fühlte sich alleine, der andere sehr unterstützt. Somit wurde deutlich, wie stark Freunde machen können.

Als Ergebnis des Workshops hängt jetzt ein „Spickzettel“ in unserem Klassenzimmer mit Ideen wie man die „Blümchen“ an unserem gemeinsamen Weg pflegen kann, damit Kommunikation und somit auch die Klassengemeinschaft gut gelingt.

Uns hat der Workshop sehr gut gefallen und auch geholfen.  

von Anna Schweiger und Charlotte Helmberger