Pater-Hansen-Tag

Seit vielen Jahren findet jedem Schuljahr am letzten Schultag vor den Osterferien der sog. „Pater-Hansen-Tag“ statt. Der Name geht auf den Jesuitenpater Hansen zurück, der in den 70er Jahren begann in Peru im Hochland der Anden zu missionieren und die Lebensbedingungen der dort lebenden Inkas verbessern. Der Schwerpunkt seines Bemühens lag dabei auf der Bildungsarbeit.

Die Idee, dass unsere Schule diese Arbeit finanziell unterstützt, wurde in einem Projekttag umgesetzt. An diesem Tag verwandelt sich unsere Schule traditionell in einen Basar, in dem u.a. Selbstgebasteltes, -gebackenes und -gekochtes verkauft wird. Der Erlös wird gespendet. Mit Hilfe der Spenden unserer Schule konnte z.B. eine Schulkantine finanziert werden.

Leider ist Pater Hansen verstorben und wir konnten keinen Kontakt zu einem Nachfolger herstellen.

Der Tag hat sich so im Schuljahr verankert, dass er trotzdem beibehalten wird. Der Name „Pater-Hansen-Tag“ ist geblieben, die Projekte, die wir unterstützen, sind andere geworden, da wir es für wichtig erachten, dass ein persönlicher Kontakt besteht und das Geld wirklich da ankommt, wo es benötigt wird. In den letzten Jahren haben wir Runa Masi, eine Hilfsorganisation, die in Bolivien die Wasserversorgung der Menschen verbessert, FidesCo, eine Station für Straßenkinder in Ruanda, und Baan Doi, ein Waisenheim in Nordthailand unterstützt. Zu diesen Organisationen kommt noch das Rainbow House of Hope in Uganda, für das die 6. Klassen in jedem Jahr ein Fußballturnier austragen. Einem der vier genannten Hilfsprojekte wird jeweils in einem Turnus von vier Jahren das von unseren Schülerinnen und Schülern erwirtschaftete Geld überwiesen.

Für die Eltern und Verwandten der Schülerinnen und Schüler, ehemalige Kollegen des Lehrerkollegiums und alle Interessierten ist an diesem Tag ein vielfältiges Angebot vorhanden. Der Verkauf von Osterkerzen und Palmbüscherln gehört unbedingt zum Programm, ebenso das Musik-Café der 11. Klassen, in dem Kuchen und Torten mit Kaffee angeboten werden. Dazu kommen diverse herzhafte Gerichte, die verschiedene Klassen zubereiten. Zu einem großen Renner hat sich eine Tombola entwickelt und der Verkauf von gehäkelten, gestrickten und gebastelten Artikeln.

Die Käufer und Verkäufer an diesem Tag können sicher sein, dass ihre Arbeit und ihr Geld einem guten Zweck zugeführt werden.

Bericht über den "Meine-Deine-Unsere-Welt - Tag" 2015

Nittenau. (adz) Einen Schultag der besonderen Art stand am Freitag vor den Osterferien im Regental-Gymnasium Nittenau an.

Die Schülerinnen und Schüler tauschten anlässlich des „Meine – Deine – Unsere Welt“-Tages, oder auch als „Pater-Hansen-Tag“ bekannt, Füller, Hefte und Arbeitsblätter gegen Schürze, Kasse und Verkaufswaren ein. Denn an diesem Tag gilt für das RTG das Motto „Schlemmen, Trinken und Kaufen für den guten Zweck!“

Schon seit Wochen laufen in den Klassen die Vorbereitungen für diesen Tag. Denn die Attraktion, die an den Ständen der Klassen angeboten werden, soll gut überlegt sein. Schließlich wollen die Klassen jedes Jahr eine große Spendensumme in die weite Welt hinausschicken. Denn das ist das gute an diesem Tag: Die Schülerinnen und Schüler arbeiten freiwillig und mit viel Engagement daran, diesen Tag zu Erfolg zu führen. Das Produkt dieser Arbeit fließt jedoch komplett in weltweite Hilfsprojekte. Bei der Auswahl der zu unterstützenden Aktionen ist es der Schule ein großes Anliegen, dass persönlicher Kontakt ins Ausland besteht, sei es durch Bekannte der Lehrer oder durch ehemalige Schüler. So können sich die Organisatoren des Tages sicher sein, dass das Geld, welches am RTG ausgegeben wird, auch wirklich dort ankommt, wo es gebraucht wird und nicht in Verwaltungsnetzen hängen bleibt. Dies ist auch das Ziel der Organisatorin Martina Koller. In ihrer Funktion als Fachleiterin für katholische Religionslehre bemüht sie sich jährlich um das Gelingen des Aktionstages.

Mittlerweile hat sich am RTG eingebürgert, in jedem Jahr ein Projekt aus vier Hilfsprojekten zu unterstützen. In den letzten Jahren konnte als vertrauenswürdiger Partner „Runa Masi“ gewonnen werden, eine Hilfsorganisation, die in Bolivien die Wasserversorgung der Menschen verbessert. „FidesCo“ ist eien Station für Straßenkinder in Ruanda, und „Baan Doi“ erhält Spenden, da es als Waisenheim in Nordthailand die Ärmsten der Armen unter die Arme greift. Das „Rainbow House of Hope“ in Uganda bietet armen Kindern in Afrika einen Ort der Geborgenheit mit Möglichkeit zum Musizieren an.  

Auch in diesem Jahr war die Nittenauer Bevölkerung der Einladung ins Regental-Gymnasium gefolgt, ebenso wie Eltern und Verwandte der Gymnasiasten. Ihnen war, wie in den letzten Jahren auch, wieder viel geboten: Die Q11 eröffnete das Musikcafé wieder, wo die Besucher bei köstlichem Kuchen und selbstgebackenen Torten sowie einer Tasse Kaffee den Klavier- und Geigenklängen der Schüler lauschen konnten. Dafür war ihnen eine reichhaltige Auswahl an Backwaren von der Q11 vorbereitet worden. Einen Abstecher zur Cocktailbar oder zu erfrischenden Fruchtsmoothies war auch angebracht. Zudem öffnete ein kleiner Eine-Welt-Laden die Pforten, wo fair gehandelte Lebensmittel den Besitzer wechseln konnten. Für das leibliche Wohl war mit Hotdogs auch gesorgt. Im Flur machte sich eine Kegelbahn breit. Eine Tanzgruppe machte die Aula unsicher und tanzte zu modernen Liedern.

An diesem Tag hatten die Schüler keinen Unterricht. Doch auch ohne Mathe, Deutsch und Biologie bewiesen die Schüler, etwas gelernt zu haben: Und zwar wichtige Werte, wie dem Willen, für andere Menschen einzustehen und etwas zu deren Leben beizutragen.

 

Viele Eltern, Großeltern und Nittenauer stürmten in die Aula des Regental-Gymnasiums, um durch ihren Besuch Hilfsprojekte zu unterstützen.

 

Eine Mädchengruppe heizte in der Aula mit ihrer Tanzeinlage ein.